Fördersumme
13.000€
Projektbeschreibung
Das Projekt »RecordAR« richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene mit Flucht- oder Migrationsgeschichte in München sowie an Pädagog:innen und Vermittler:innen, die mit dieser Zielgruppe im Bildungsbereich arbeiten. Ziel ist es, ein nachhaltiges Bildungsformat zu entwickeln, das Medien- und Zukunftskompetenzen stärkt, kreative Berufsorientierung ermöglicht und inklusive Karrierechancen aufzeigt. Zum Einsatz kommen dabei neue Technologien wie XR und AR, ergänzt durch analoge Verfahren wie Lithografie als niederschwelliger Einstieg. In der Auseinandersetzung mit zentralen Themen, persönlichen Geschichten und verborgenen Berufswünschen entstehen individuelle Ausdrucksformen. In anschließenden Medienworkshops werden konkrete Berufsfelder der Medienbranche vermittelt und greifbar gemacht.
Das Projekt wurde unter anderem gefördert, weil es mit einem vielfältigen, technologiegestützten Ansatz medienpädagogische Zugänge für eine oft schwer erreichbare Zielgruppe schafft und kreative Berufsorientierung mit gesellschaftlicher Teilhabe verbindet.
Zielgruppe
Jugendliche und junge Erwachsene (14–27 Jahre) mit Flucht- und Migrationshintergrund in München; Pädagog:innen und Vermittler:innen, die sich für digitale Medienprojekte in der Bildungsarbeit weiterqualifizieren möchten; Junge aufstrebende Medieninteressierte, die durch digitale Projekte berufliche Perspektiven erschließen möchten.
Hier ist der Abschlussbericht für das Projekt „RecordAR“, strukturiert im gewünschten Stil:
Abschlussbericht: Projekt „RecordAR: Analog and Digital Identities“
Das Projekt „RecordAR: Analog and Digital Identities“ ist ein interdisziplinäres Bildungsformat, das von Juni 2025 bis März 2026 in München realisiert wurde. Es richtete sich gezielt an über 20 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren mit Flucht- und Migrationshintergrund. Ziel des Projekts war es, einen niedrigschwelligen Zugang zu künstlerischer Praxis zu schaffen und gleichzeitig zukunftsweisende Kompetenzen im Bereich digitaler Medien und XR-Technologien (Augmented und Virtual Reality) zu vermitteln. Begleitet wurden die Teilnehmenden dabei von einem Netzwerk aus elf internationalen Mentor:innen und sechs Partnerinstitutionen.
Von der Lithografie zum virtuellen Raum: Die Projektphasen
Die Umsetzung erfolgte in einem aufeinander aufbauenden, modularen Workshop-Konzept, das die Brücke zwischen traditionellem Handwerk und modernster Technologie schlug.
- Analoger Einstieg & Identität: In der ersten Phase dienten Lithografie-Workshops als offener, kreativer Einstieg. Die Teilnehmenden setzten sich intensiv mit persönlichen Themen wie Identität, Erinnerung und Herkunft auseinander. Das haptische Arbeiten ermöglichte einen unmittelbaren künstlerischen Ausdruck ohne technische Hürden.
- Digitale Vertiefung & XR-Technologien: Darauf aufbauend wurden in einer digitalen Workshop-Reihe komplexe Inhalte wie Storytelling, Creative AI, 3D-Modellierung und Animation vermittelt. Unter professioneller Anleitung lernten die Teilnehmenden, ihre analogen Entwürfe in den digitalen Raum zu überführen und eigene AR- und VR-Anwendungen zu entwickeln.
Ergebnisse & Öffentliche Präsentation
Das Projekt mündete in der Erstellung von zehn eigenständigen multimedialen Arbeiten, die Lithografie, 3D-Druck, Sound- und Videoformate miteinander kombinierten. Parallel dazu wurde eine eigens entwickelte XR-Plattform als digitaler Ausstellungsraum gelauncht.
Der feierliche Abschluss fand am 5. Oktober 2025 im Import Export (München) unter dem Titel „RecordAR – Exhibition, Concert & Club Night“ statt. Rund 80 Besucher:innen erlebten die Ergebnisse in einer innovativen Kombination aus klassischer Ausstellung und audiovisuellen Live-Performances. Die Resonanz war durchweg positiv und bot den Teilnehmenden eine Plattform für Sichtbarkeit und Selbstwirksamkeit.
Nachhaltigkeit & Besondere Herausforderungen
Die Wirkung des Projekts geht weit über die Laufzeit hinaus: Die XR-Ausstellung wird im Anschluss bei Veranstaltungen in ganz Deutschland sowie in Armenien präsentiert, was die internationale Sichtbarkeit der Arbeiten garantiert.
Trotz des großen Erfolgs war die Durchführung von den schwierigen Lebensumständen der Zielgruppe geprägt. Unsichere Wohnverhältnisse und aufenthaltsrechtliche Sorgen (bis hin zu drohender Abschiebung) machten eine flexible Organisation und zusätzliche technische Unterstützung vor Ort notwendig. Diese Herausforderungen unterstrichen jedoch umso mehr die Relevanz solcher Projekte als sichere Räume für Bildung und persönlichen Austausch.
Ausblick: Time Echoes
Aufgrund der erfolgreichen Kooperation und der hohen Wirksamkeit wird das Format konsequent weiterentwickelt. Für das Folgeprojekt „Time Echoes“ wurde bereits eine Förderung beantragt, um die gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen und noch mehr jungen Menschen den Zugang zu künstlerischen und medialen Berufsfeldern zu ermöglichen.