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Journalismus

AMD Akademie Mode [&] Design (zusammen mit: Hochschule für Musik und Theater München)

Cultural Heads – Dein InterviewCoachBot für professionelle Interviewführung (AT)

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Fördersumme

5.000 €

Projektbeschreibung

»Cultural Heads« ist ein KI-gestützter InterviewCoachBot, der im Rahmen eines eintägigen Workshops zum Einsatz kommt. Ziel ist die Vermittlung von Interviewkompetenz als zentrale Fähigkeit im Journalismus. In simulierten Interviews mit vier fiktiven, aber branchennahen Personas aus dem Kulturbereich werden Gesprächsführung, Reaktionsfähigkeit und Fragequalität trainiert. Die Interviews werden im Anschluss gemeinsam ausgewertet. Im zweiten Teil des Workshops erlernen die Teilnehmenden grundlegende Techniken zur Erstellung eigener KI-gestützter Personas für individuelles Interviewtraining.

Das Projekt wurde unter anderem gefördert, weil es einen innovativen, skalierbaren Ansatz für journalistisches Interviewtraining bietet und das erarbeitete Wissen perspektivisch als Open-Source-Lösung nachhaltig zugänglich gemacht werden soll.

Zielgruppe

Zielgruppe: Studierende der Studiengänge »Fashion Journalism [&] Communication« (AMD Akademie Mode [&] Design) und »Kulturjournalismus« (Hochschule für Musik und Theater).

Abschlussbericht: Projekt „CULTURE HEADS – Interviewtraining mit KI“

Interviews zu führen, gehört zu den absoluten Kernkompetenzen im Journalismus. Das Projekt „CULTURE HEADS“ bietet hierfür einen innovativen und geschützten Trainingsraum. Umgesetzt wurde das webbasierte Tool von der Praetorius GmbH im Auftrag der AMD Akademie Mode & Design und der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM).

Durchführung & Erfolge

Im November 2025 wurden unter der Leitung von Michael Praetorius erfolgreiche Seminar-Workshops an der AMD und der HMTM durchgeführt. Daran nahmen jeweils acht Studierende der Studiengänge Modejournalismus und Kulturjournalismus teil. Ein besonderer Meilenstein war zudem die Einreichung des Projekts für den DOK.digital Award im Rahmen des DOK.fest München.

Ein zentraler Erfolg der Workshops war der methodische Ansatz: Die Studierenden sollten nicht nur einen fertigen Prototyp testen, sondern selbst befähigt werden, solche digitalen Tools zu konzipieren. Sie wurden aktiv in den Entstehungsprozess eingebunden, von der Vermittlung von Sprach-KI-Basics über das Erstellen von Briefing-Dokumenten (Prompt-Library) bis hin zur Erarbeitung von Output-Formaten. Dabei wurden intensiv journalistische Qualitätsfragen sowie die technischen, gesetzlichen und ethischen Grenzen der KI-Nutzung diskutiert. Die angehenden Medienschaffenden erwarben somit essenzielle Zukunftskompetenzen im Umgang mit KI.

Learnings & Herausforderungen

Die Projektverantwortlichen zeigen sich mit der Umsetzung und dem enormen Kompetenzzuwachs der Studierenden sehr zufrieden. Das entstandene Tool ermöglicht ein hochgradig differenziertes Training von Interview-Skills.

Eine Herausforderung stellte jedoch die zeitliche Verdichtung dar. Aufgrund der dichten Curricula der Studiengänge wurde der Workshop kompakt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt. Dies ermöglichte zwar eine konzentrierte Wissensvermittlung, ließ jedoch wenig Raum, um das Erlernte „setzen“ zu lassen oder ausgiebig in die Praxis zu überführen. Eine integrierte, längere Testing-Phase zwischen den Terminen hätte es ermöglicht, den Prototyp noch iterativer zu evaluieren und zu optimieren.

Ausblick & Zukunftspläne

Um den identifizierten Herausforderungen zu begegnen, ist für das Wintersemester 2026/27 eine Weiterführung des Projekts geplant. Der Nachfolge-Jahrgang soll dann als Testgruppe fungieren, um die Anwendung intensiv zu evaluieren. Ein konkretes Ziel ist dabei das Feintuning der KIs: Es gilt, die Balance besser auszutarieren, sodass eine Persona zwar bewusst renitent agieren kann, der Bot sich aber nicht in Endlosschleifen standardisierter Antworten verfängt.

Langfristig zielt „CULTURE HEADS“ darauf ab, Kooperationspartner:innen für eine breitere Pilotierung zu gewinnen. Das Tool soll künftig fest in der journalistischen Ausbildung und in redaktionellen Trainings verankert werden – ein Vorhaben, das im Kontext privater und staatlicher Hochschulen nun vor allem von zukünftigen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten abhängt.

Günter Holland Journalistenschule

AR-Storytelling für Journalist:innen

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Fördersumme

5.000€

Projektbeschreibung

Augmented Reality (AR) hält Einzug in den Journalismus – dieses Projekt nutzt die Chance, um neue Wege des Erzählens zu erproben. Die Journalistenschule integriert AR in ihr Curriculum und bietet Volontär:innen die Möglichkeit, mit dieser Technologie zu experimentieren. Dabei erwerben sie technologische und narrative Kompetenzen, die sie im künftigen Berufsalltag differenzieren. Gleichzeitig entwickelt die Schule neue Formate, mit denen journalistische Inhalte sichtbar ins Stadtbild gebracht werden können – etwa durch die Aufbereitung historischer Archivmaterialien oder lokaler Nachrichten in AR. Das Projekt zielt darauf, journalistisches Arbeiten für ein junges Publikum erlebbar zu machen und die Attraktivität des Berufsbilds zu stärken.

Das Projekt wurde unter anderem gefördert, weil es journalistisches Storytelling innovativ weiterdenkt und ein skalierbares Format schafft, das sowohl neue Erzählformen erprobt als auch das Zeitungserleben für die Leserschaft neu inszeniert.

Zielgruppe

Volontär:innen der Günter Holland Journalistenschule

Logo der Günter Holland Journalistenschule mit schwarzer und blauer Schrift auf hellem Hintergrund.

Günter Holland Journalistenschule der Augsburger Allgemeine

Mental-Health-Training für junge Journalist:innen

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Mental-Health-Training für junge Journalist:innen: Wie man auf seine psychische Gesundheit besser aufpassen und anderen Menschen Erste Hilfe in Mental Health leisten kann.

Blaues Logo mit weißem Schriftzug „ifp – Die katholische Journalistenschule“ und quadratischem Icon.

Katholische Journalistenschule ifp

Klimajournalismus - Das Projekt sensibilisiert Journalist:innen für Klimathemen, Klimafolgen für Deutschland, persönliche Resilienz, Desinformation und das Grundlagen-ABC rund um Treibhausgase und Co

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Klimajournalismus
Ähnlich wie beim Thema Digitalisierung herrscht auch beim Thema Klimawandel in vielen Redaktionen Handlungsdruck gepaart mit vielen Unsicherheiten und Ressentiments. In beiden Fällen werden die Herausforderungen aber nicht verschwinden, sondern weiter wachsen. Aussitzen ist also keine Option. Wir möchten Journalist*innen fit machen und sensibilisieren für Klimathemen. Dazu werfen wir u.a. einen Blick in die Black Box der menschlichen Psyche und schauen uns die umweltpsychologischen Motivationsfaktoren genauer an, um zu verstehen, wie wir Leser*innen erreichen.

Wir beschäftigen uns ganz konkret mit den Klimafolgen für Deutschland, mit der persönlichen Resilienz, Desinformation und dem Grundlagen-ABC rund um Treibhausgase und Co. In den fünf Workshop-Tagen setzen die Teilnehmenden ein Thema für ihre Redaktion um. Dahinter steht für uns der Anspruch, Klimathemen aus der grünen Nische zu holen, nach dem Motto: Alle Themen sind Klimathemen. Egal, woher du kommst und für welche Redaktion du arbeitest: Klimathemen lassen sich überall (um)setzen

M94.5 - ein Angebot der Mediaschool Bayern

Train the Trainer: Masterclass KI

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Fördersumme

10.000€

Projektbeschreibung

Die Masterclass Künstliche Intelligenz macht Dozierende fit für die Zukunft des Journalismus. Sie vermittelt praxisnah technologische, didaktische und strategische Kompetenzen, um KI-Themen gezielt in der Lehre einzusetzen und an Studierende weiterzugeben. Das Format ist als hybride Weiterbildung mit mehreren Modulen angelegt. Thematisch behandelt die Masterclass zentrale Entwicklungen rund um Disruption in der Medienbranche, neue Technologien, veränderte Berufsbilder und aktuelle Marktentwicklungen. Die Inhalte werden in interaktiven Sessions mit hohem Praxisbezug vermittelt – ergänzt durch Gastreferent:innen aus der Branche und die gemeinsame Erstellung eines Whitepapers. Langfristig soll die Masterclass in bestehende Lehrstrukturen integriert werden und Impulse für die Weiterentwicklung der Lehrpläne liefern.

Das Projekt wurde unter anderem gefördert, weil es KI-Kompetenzen gezielt in der journalistischen Aus- und Weiterbildung verankert und Ausbildende dazu befähigt, zukunftsrelevantes Wissen wirksam an den journalistischen Nachwuchs weiterzugeben.

Zielgruppe

Dozierende der Mediaschool Bayern. Eine Öffnung für Dozierende weiterer Einrichtungen wie BAF oder DJS ist angedacht.

Abschlussbericht: Projekt „Train the Trainer“

Das Projekt „Train the Trainer“ reagierte auf die rasanten Veränderungen in der Medienwelt und die damit verbundenen neuen Anforderungen an Ausbilder:innen im Journalismus. Es konnte ein innovatives Fortbildungsmodell entwickelt und erprobt werden, das Bayern als Vorreiter in der digitalen Qualifizierung von Medien-Ausbilder:innen positioniert.

Inhaltliche Schwerpunkte der Weiterbildung

Um die Teilnehmenden auf die moderne Medienwelt vorzubereiten, fokussierte sich das Programm auf drei Schlüsselbereiche:

  • Künstliche Intelligenz (KI): KI wurde als zentrales Assistenz-Werkzeug für journalistische Workflows behandelt. Die Teilnehmenden erlernten die KI-gestützte Erstellung und Bearbeitung von Text, Video, Audio und Foto sowie die zwingend notwendige ethische Einordnung von „KI-based Journalism“.
  • Mobile Reporting: An zwei Präsenztagen in München wurde die agile Content-Produktion mit mobilem Equipment physisch erprobt. Ein weiteres Ziel war hierbei die Vermittlung von crossmedialem Denken für verschiedene Plattformen.
  • Resilienz & Mental Health: Da der rasante Medienwandel hohe psychologische Anforderungen stellt, lernten die Ausbilder:innen Strategien zur Selbstfürsorge und zur Bewältigung von Stress. Sie sollen dieses Wissen in ihre eigene Lehre integrieren und als Vorbild für Auszubildende agieren.

Methodik, Fazit & Ausblick

Das hybride Lernkonzept wurde durch verschiedene Kanäle gestützt: Komplexe theoretische KI-Grundlagen fanden effizient in abendlichen Online-Sessions über Zoom statt, während E-Learning-Kurse und ein moderierter Slack-Channel (mit ca. 150 ausgetauschten Nachrichten) einen kontinuierlichen Lernprozess und kollegialen Austausch sicherten. Die Präsenztage wurden wiederum rein für die praktische Vernetzung und Produktion genutzt.

Der Workshop erwies sich als äußerst erfolgreicher Pilot. Als greifbares Ergebnis liegt nun ein voll skalierbares, didaktisch erprobtes Ausbildungsmodell vor. Bildungseinrichtungen können diese dokumentierten Workflows und Module zukünftig nutzen, um schnell auf Branchenanforderungen zu reagieren, ohne ein Fortbildungsprogramm komplett neu aufsetzen zu müssen.

M94.5 / MEDIASCHOOL BAYERN

Mikro-Redaktion: KI-gestützter Journalismus für vernachlässigte Themenfelder

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Stadtteilnachrichten, Amateursport, Vereinsleben, Kommunalpolitik – viele Themenfelder werden von klassischen Medien aus Kostengründen kaum noch abgedeckt. Das Projekt "Mikro-Redaktion" vermittelt in einer Workshop-Reihe, wie KI-gestützte Workflows und KI-Agenten diese Lücke schließen können.

15-25 Teilnehmende lernen in 7 Workshop-Tagen, aus lokalen Datenquellen automatisiert journalistische Produkte zu erstellen und über das One-Stop-Prinzip plattformübergreifend auszuspielen: Web, WhatsApp, Social Media, Audio.

Im anschließenden 8-wöchigen Praxisprojekt wird das System in Ismaning und München im realen Redaktionsbetrieb erprobt. Das Format ist offen für Teilnehmende von M94.5, BAF, DJS, ifp und weiteren bayerischen Ausbildungsinstitutionen. Die Ergebnisse werden als offener Blueprint dokumentiert.

M94.5 bringt 30 Jahre Ausbildungserfahrung und einen laufenden Sendebetrieb mit – die ideale Umgebung, um KI-Kompetenz praktisch zu vermitteln.

Logo von Setiquette – Plattform/Projekt für Film- und Medienproduktionen

Setiquette Solutions

Credible Content Lab: Storytelling nach journalistischen Standards für verantwortungsvolles Publizieren im digitalen Raum.

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Soziale Plattformen sind für Millionen Menschen zur primären Nachrichtenquelle und zum Raum der Meinungsbildung geworden. Das Credible Content Lab schließt die Lücke zwischen digitaler Reichweite und inhaltlicher Verantwortung. Es richtet sich an Creator:innen, Newsfluencer und digitale Publizist:innen in Bayern, die ihre Communities prägen, aber keine klassische journalistische Ausbildung verfügen.

In einem 3-tägigen Vor-Ort-Workshop vermittelt das Lab essenzielle Future Skills für eine nachhaltige Stärkung der Informationsqualität im Netz: von Verifizierung und Faktenchecks über rechtliche Sicherheit bis hin zu wertebasiertem Storytelling. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Empowerment migrantischer Stimmen, um die Vielfalt der Perspektiven im digitalen Raum zu stärken.

Durch den Austausch mit Role Models transformieren die Teilnehmenden ihre Inhalte in glaubwürdige, faktenbasierte Formate. Über den Workshop hinaus sichert ein digitaler Resource Hub den langfristigen Wissenstransfer.
 

Rosa Kreis mit schwarzen Punkten, daneben der Schriftzug „Shape of New“

shape of new

Global Challenges und Future Skills – neue Kompetenzen für einen zukunftsfähigen Sportjournalismus

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Fördersumme

10.000€

Projektbeschreibung

Die Rahmenbedingungen im Sportjournalismus verändern sich rasant. Zwischen wachsender PR-isierung, direkter Kommunikation über Social Media und der zunehmenden Verschmelzung von Journalismus und Marketing entstehen neue Herausforderungen – aber auch Chancen. Themen wie Mensch-Maschine-Zusammenarbeit (z. B. KI-gestützte Recherchen), Nachhaltigkeit oder Inklusion gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig eröffnen sich durch die Begeisterung und Diversität sportaffiner Zielgruppen neue Perspektiven in Zeiten der News Avoidance. Das Seminar begleitet praxisnah angehende Sportjournalist:innen und vermittelt ihnen zukunftsrelevante Skills, wie Szenarienentwicklung, Nischenstrategie und AI-Literacy. Realisiert wird das Angebot in einer innovativen Kooperation zwischen Hochschule und Zukunftsforschung. Langfristig könnte das Angebot auf weitere Journalismus-Disziplinen ausgeweitet und als eigenständige Vertiefungsrichtung zu Future Skills etabliert werden. Auch eine Summer School oder externe Kurse sind denkbar.

Das Projekt wurde unter anderem gefördert, weil es den tiefgreifenden Wandel im Sportjournalismus aufgreift und mit einem wiederholbaren, auf andere Formate übertragbaren Weiterbildungsangebot zukunftsrelevante Querschnittskompetenzen vermittelt.

Zielgruppe

Abiturientinnen und Abiturienten, die im Sportjournalismus arbeiten wollen; Studierende Sportjournalismus/ Journalismus; vom. ausgebildet werden: Künftige Journalist:innen, Ausbilder:innen, Führungskräfte in Medienhäusern.

Zentrale Ergebnisse & Visionen für 2045

Ein Highlight des Seminars war die hohe inhaltliche Qualität der entwickelten Zukunftsszenarien. Die Studierenden entwarfen 20 spekulative Jobprofile in Form von Stellenanzeigen für das Jahr 2045. Ziel war dabei nicht die exakte Vorhersage, sondern das Erkennen von Rollenverschiebungen und neuen Handlungsfeldern.

Die entwickelten Profile lassen sich in vier zukunftsweisende Themenschwerpunkte unterteilen:

  • Immersive Medienformate: Es entstanden Berufsbilder wie XR-Dramaturg:in oder HoloSports Storyteller:in. Journalismus wurde hierbei als die Gestaltung von Erfahrungsräumen und medialen Erlebnissen verstanden.
  • Schnittstelle von Mensch und Technologie: Rollen wie Neurojournalist:in oder Biofeedback Editor fokussieren sich auf die Arbeit mit neuronalen und emotionalen Daten. Dabei zeigte sich eine stark reflektierte Auseinandersetzung mit den daraus resultierenden ethischen Fragestellungen.
  • Mensch-KI-Kollaboration: Profile wie der Human-AI Experience Director zeigen, dass Künstliche Intelligenz nicht als Ersatz, sondern als integraler, verantwortungsvoll zu gestaltender Bestandteil der Redaktionsarbeit gesehen wird.
  • Systemische Verantwortung: Berufe wie Lehrkräfte für Medienkompetenz & Faktenchecking oder Klima-Steuerungsingenieur:in belegen ein hohes Bewusstsein für die Relevanz der Medien für Demokratie, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Stabilität.

Learnings & Reflexion

Die Arbeit mit einem langfristigen Zeithorizont von über 20 Jahren stellte für viele Studierende anfangs eine Herausforderung dar, da oft die Annahme herrschte, Zukunft lasse sich kaum beeinflussen. Durch eine ausgewogene Balance zwischen klar strukturierenden Methoden und kreativen Freiräumen konnte diese Herausforderung jedoch produktiv für den Lernprozess genutzt werden.

Als zentrale Erkenntnis nahmen viele Studierende mit, dass Zukunft kein feststehendes Schicksal ist, sondern ein gestaltbarer Möglichkeitsraum. Analytisches Denken konnte durch kreative Methoden erfolgreich mit offener Exploration verbunden werden. Die Projektverantwortlichen lobten insbesondere die hohe Motivation, die Eigeninitiative und die intensive Auseinandersetzung der Studierenden mit ethischen Dimensionen.

Fazit & Ausblick

Die Zusammenarbeit mit der Hochschule verlief äußerst bereichernd und konstruktiv. Das Modulkonzept hat sich sowohl didaktisch als auch inhaltlich absolut bewährt. Die Projektverantwortlichen zeigen sich mit der Durchführung und den Ergebnissen sehr zufrieden.

Aufgrund dieses Erfolgs ist voraussichtlich für 2026 eine erneute Durchführung des Seminars in Kooperation mit der Hochschule für angewandtes Management geplant. Perspektivisch soll das Modul weiterentwickelt und auch für andere Bildungskontexte geöffnet werden. Das Projekt dient somit als starke Grundlage für zukünftige Lehrformate im Bereich der transformativen Medienkompetenz.

Rosa Kreis mit schwarzen Punkten, daneben der Schriftzug „Shape of New“

shape of new – Weiterbildung: Futures Journalism - Wie über die Zukunft berichten?

In einer sich stetig weiter entwickelnden Welt, muss Journalismus nicht nur die Gegenwart dokumentieren, sondern auch Ausblick auf mögliche Entwicklungen in der Zukunft zu bieten. Die Weiterbildung verbindet konstruktiven Journalismus mit Zukunftsforschung.

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Futures Journalism - Wie über die Zukunft berichten?
In einer Welt, die sich ständig und schnell verändert, steht der Journalismus vor der Herausforderung, nicht nur die Gegenwart zu dokumentieren, sondern auch die Zukunft zu antizipieren. Das Seminar bildet eine Schnittstelle zwischen Constructive Journalism und Zukunftsforschung und öffnet ein Fenster zu den Möglichkeiten einer Medienwelt, die Zukunftsszenarien eröffnet und zur Gestaltung einer wünschenswerten Zukunft beitragen kann. Dieses Seminar für Medienausbilder:innen adressiert die Notwendigkeit, neue Wege in der Medienproduktion zu erkunden, die die Potenziale zukünftiger Entwicklungen voll ausschöpfen und einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion über morgen leisten. Join us to shape the future of media!

Aufbau und Struktur der geförderten Maßnahme
Die Weiterbildung gliederte sich in drei thematische Tage:

  • Tag 1: Recherche und Einstieg ins Thema Zukunftsjournalismus
  • Tag 2: Zukunftsorientierung mit Tools wie dem Bedürfnis-Radar und Futures Canvas
  • Tag 3: Entwicklung konkreter Medienstrategien
    Theorie und Praxis wurden auf drei Reflexionsebenen verbunden: Grundlagenvermittlung, Entwicklung eines journalistischen Formats und Übertragbarkeit in Ausbildungscurricula.

Hindernisse
Eine Herausforderung lag in der sehr heterogenen Gruppe: Die Teilnehmenden brachten unterschiedliche Auffassungen von Journalismus mit, was zu teils divergierenden Erwartungshaltungen führte. Zudem war es nicht einfach, Theorie, Praxis und Curriculumsbezug in Einklang zu bringen.

Lösungen
Für kommende Durchläufe wird überlegt, die Zielgruppe klarer zu fokussieren – etwa stärker auf Medienausbilder*innen oder auf aktiv journalistisch Tätige. Die Aufbereitung der Inhalte wurde angepasst, um eine breitere Definition von Journalismus als gemeinsame Grundlage zu schaffen.

Fazit
Das Format war ein voller Erfolg: Die Teilnehmenden zeigten hohe Zufriedenheit, entwickelten innovative Formate und meldeten nachhaltiges Interesse an den Inhalten zurück. Besonders positiv aufgenommen wurden die Werte- und Haltungsthemen – ein Aspekt, der im Redaktionsalltag oft zu kurz kommt. Für April 2025 ist bereits ein Folgeformat („Futures Journalism Sprint“) geplant.

Verlag Nürnberger Presse

Volos on Stage – Bühne frei für jungen Journalismus

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Volos on Stage ist ein gemeinsames Upskilling-Programm von drei Verlagen. Unsere Volontär:innen lernen Bühnenmoderation, Storytelling und Personal Branding - und bringen Journalismus live und performativ auf die Bühne. So machen wir unsere Arbeit für junge Zielgruppen sichtbar, stärken Vertrauen in Journalismus. Zudem bringen wir Volos Skills bei, die künftig viele Medienhäuser brauchen - sie werden somit noch markt-attraktiver.

Verlag Nürnberger Presse - Volo-Band Demokratie

Die Kooperation von Verlag Nürnberger Presse, Main-Post, Augsburger Allgemeinen und der Allgäuer Zeitung vermittelt über Workshops und Seminare Medienkompetenz an Schulklassen und in Medieneinrichtungen.

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Volo-Band der Demokratie
Volontär:innen von vier Medienhäusern werden mit Workshops und Seminaren befähigt, Medienkompetenz didaktisch wertvoll an Schulklassen und Jugendeinrichtungen (etwa Jugendzentren) zu vermitteln - und zwar übergeordnet. Sie sollen den Jugendlichen zu Wissen verhelfen, ihnen Lust machen, auf Social Media oder im echten Leben in den Dialog mit medienskeptischen Wortführer:innen ihrer Altersklasse zu gehen. So fördert das Projekt die Kultur konstruktiven Streits in der nachwachsenden Generation und damit die Wertschätzung für unabhängigen Journalismus. Die Demokratie könnte es danken.

Da sich unsere Aktion vom Allgäu über Augsburg und Nürnberg nach Würzburg ziehen wird, lautet der Arbeitstitel »Wir bilden ein Volo-Band der Demokratie«. Die Volos kommen durch Workshops und Seminare verlagsübergreifend in den Austausch - auch das stärkt sie, sich als Bausteine der Demokratie zu verstehen. Volos würden zudem nicht nur Medienkompetenz an Schüler:innen weitergeben, sondern könnten auf eine niederschwellige Art für sie Rolemodels werden und ihr Interesse an einem medialen Beruf wecken bzw. stärken. Gerade in den Schulklassen mit vielen Kindern aus migrantisch geprägten Familien wäre es besonders wichtig, da diese Gruppe oft den Journalismus als Beruf nicht als einen möglichen Weg für sich erkennt.

Das sind die Partner des Projekts: