Suche in Ausbildungen, Studiengängen, Berufe oder Weiterbildung nach:
« Go back

Bild-/Fotoredakteur:in

Kurzgesagt

Bildredakteur:innen haben die Aufgabe, das besondere Bild auszusuchen, das ideal zu einem Artikel passt und den Leser:innen Lust auf das Thema macht. Das wird immer schwieriger, denn die Zahl der Bilder ist dank Social Media enorm gestiegen – und nicht immer zeigen Fotos die Wahrheit.

Übersicht
Steckbrief

Verwandt: Fotograf:in Journalist:in Redakteur:in Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste

Ausbildungstyp: Quereinstieg, Ausbildung, Weiterbildung, Studium

Mögliche Arbeitgeber: Zeitungen, Zeitschriften, Onlinemedien, Nachrichten- und Bildagenturen, Rundfunk

Geforderte Skills:

Belastbarkeit
Kommunikationsstärke
Kreativität
Organisation
Teamwork
Technisches Verständnis
Überblick

Was ist ein:e Bildredakteur:in?

Bildredakteur:innen sind für die Fotos, Grafiken und Illustrationen in Zeitschriften, Zeitungen und Online Publikationen verantwortlich. Sie arbeiten eng mit der Textredaktion zusammen, um Ideen zu entwickeln, welche Bilder gebraucht werden. Anschließend werden diese Motive von Bildredakteur:innen besorgt: Manchmal bedeutet das, die richtigen Bilder aus einer vorhandenen Auswahl rauszusuchen, manchmal muss gemeinsam mit Fotograf:innen ein Fotoshooting dafür geplant werden, häufig wird in Archiven und bei Bildagenturen nach den passenden Motiven gesucht. Viele Bilder sind nicht einfach frei verfügbar – dann klärt ein:e Bildredakteur:in die Verwendungsrechte. Andere Bilder sind Fakes, darum müssen Bild- und Fotoredakteur:innen genau prüfen, woher das Material kommt.

Personal Fit

Passt der Beruf Fotoredakteur:in zu dir?

Kreativer Blick

Eigentlich klar: Wer ein Gespür für die Ästhetik von Bildern und die Aussagekraft starker Fotos hat, ist hier richtig. Neben deiner Kreativität hilft es dir, wenn du neugierig bist und das Tagesgeschehen oder Trends immer im Blick hast. Denn das besondere Bild, das du findest, übermittelt eine Aussage und ist nicht einfach nur hübsch.

Reden und Schreiben

Als Teil einer Redaktion vermittelst du Kolleg:innen und dem Text-Team deine Ideen – und auch den Fotograf:innen oder Bildagenturen gilt es, genau zu sagen, was gebraucht wird. Außerdem handelst du mit ihnen aus, was das Shooting oder das Bild kosten darf. Wenn du präzise formulieren kannst, ist das ein weiterer Vorteil, denn die Fotos werden genau beschriftet und in manchen Redaktionen schreiben die Bildredakteur:innen sogar die Bildunterschriften – weil sie am besten wissen, was hier warum dargestellt ist.

Sorgfalt

Kreativität erfordert Struktur – jedenfalls in diesem Beruf. Dass du sehr sorgfältig arbeitest, ist dein Vorteil, weil es hier um Verwertungsrechte und Bildinformationen angeht. Sind die Rechte nicht geklärt, kann das teuer werden. Stimmen die Stichworte, Namen und Daten zum Bild nicht, veröffentlicht dein Medium falsche Informationen. Und niemand findet dieses Foto im Archiv jemals wieder. Mit dir passiert das nicht!

Details

Wie sieht der Beruf Bildredakteur:in aus?

Das Berufsbild ist sehr vielseitig und du hast es mit allen möglichen Themengebieten und vielen verschiedenen Menschen zu tun – langweilig wird das nie. Das inhaltliche Spektrum reicht von Fachinformationen und Nachrichten bis Kunst. Die Menschen, mit denen du arbeitest, sind ebenso mal Redakteur:innen, mal Models oder Künstler:innen, mal Archivar:innen, mal Unternehmensmitarbeiter:innen, Beamt:innen und Wissenschaftler:innen.

Genauso vielfältig sind die Aufgaben. Weil du am einen Tag beim aufwendigen Fotoshooting darauf achtest, dass der/die Fotograf:in die Ideen der Redaktion umsetzt, und dich am nächsten Tag dagegen so lange durch Dateien und Abzüge wühlst, bis du genau das passende Bild findest. Gearbeitet wird nicht nur analog, also im echten Leben, sondern auch digital: Ausgewählte Bilder bearbeitest du mit Programmen wie Photoshop. Vor dem Speichern achtest du auf den passenden Bildausschnitt und die korrekten Namen und Infos in der Dateibeschreibung.

Jobs

Welche Jobs gibt es für Bild-/ Fotoredakteur:innen?

>>>
  • Medienhäuser
  • Nachrichten- und Bildagenturen
  • Rundfunk

Die meisten Bildredakteur:innen arbeiten in Redaktionen: Vor allem Zeitschriftenverlage und Tageszeitungen sowie entsprechende Online-Auftritte überlassen die Bildauswahl diesen Profis mit geschultem Auge. Weitere potenzielle Arbeitsplätze bieten Bild- und Nachrichtenagenturen, die ähnlich arbeiten, die recherchierten und produzierten Fotos und Illustrationen dann jedoch an Medien und Unternehmen zur Veröffentlichung verkaufen. Manchmal stellen auch Fernseh- und Radiosender Bildredakteur:innen ein, um Meldungen gut zu bebildern. Gut zu wissen: Die Bedeutung von Bildern in der Kommunikation wird immer wichtiger – und damit auch dieser Beruf. Das Gehalt liegt bei um die 4.000 Euro im Monat.

Arbeitsplatz finden

Wo kannst du einen Arbeitsplatz in Bayern finden?

Auf der XPLR: Media Map findest du einen Überblick über Arbeitgeber für Medienberufe in Bayern.

Ausbildungsmöglichkeiten

Wie wird man Fotoredakteur:in?

Bildredakteur:in war früher ein typischer Job für Quereinsteiger:innen, das waren meistens Fotograf:innen, Fotodesigner:innen oder Grafikdesigner:innen. Das geht immer noch, vor allem wenn du eine Weiterbildung machst. Es gibt außerdem die Möglichkeit zu einem Volontariat in einer Redaktion bzw. Agentur oder eine ebenfalls etwa zwei Jahre dauernde Redaktionsassistenz. Hilfreich, aber nicht Voraussetzung ist der Ausbildungsweg Fachangestellte:r für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Bildagentur, den Abschluss nach drei Jahren machst du mit einer IHK-Prüfung.

Wenn du lieber studieren möchtest, eignen sich die Fächer Fotografie, Kommunikationsdesign oder Journalistik gut für diesen Beruf. Einen Bachelor oder Master brauchst du aber nicht unbedingt. Praktische Erfahrung ist wichtiger.

Same But Different

Was ist der Unterschied zu anderen Berufen?

Eine Möglichkeit, den Beruf Bildredakteur:in zu ergreifen, ist die Ausbildung Fachangestellte:r für Medien- und Informationsdienste. Dort erwirbst du wichtige Kenntnisse über redaktionelle Abläufe, fotografische Techniken und rechtliche Grundlagen. Der Unterschied ist, dass es hier noch viel mehr verschiedene Medien als „nur“ Bilder gibt – Bücher, Videos, Musik –, für deren Betreuung und Organisation du verantwortlich bist. Das erfordert noch mehr akribisches Arbeiten und sogar Kenntnisse in Mathe. Bildredaktion gilt dafür als kreativer. Darum arbeiten Bildredakteur:innen vor allem bei Medienhäusern, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste hingegen auch gerne mal im öffentlichen Dienst und in Bibliotheken.

Zurück