Interaktive Medien

Interaktive Medien
Kurzgesagt

Im Studium Interaktive Medien erlangst du eine breite Expertise zu Fragen der Interaktivität. Du entwickelst Kompetenzen auf den Gebieten des Designs und der Informatik. Das erlaubt dir, eine Scharnierfunktion zwischen den beiden Gebieten zu besetzen und von der Software-Entwicklung, über Interface-Design bis hin zur VR- und Gamesproduktion in vielen Berufsfeldern zu arbeiten.

Übersicht
Steckbrief

Verwandt: Gamedesign Kommunikationsdesign Medieninformatik

Ausbildungstyp: Bachelor, Master

Mögliche Berufsfelder: Medien- und Gameproduktion, Webdesign, App-Programmierung, Marketing, Werbung

Geforderte Skills:

Belastbarkeit
Kommunikationsstärke
Kreativität
Organisation
Teamwork
Technisches Verständnis
Überblick

Was sind Interaktive Medien?

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  • Entwicklung von Mediensystemen zur Erleichterung unseres Alltags
  • Bearbeitung gestalterisch-künstlerischer als auch technischer Fragestellungen

Interaktive Medien sind digitale Medien, die auf Eingaben von Menschen reagieren. Das können zum Beispiel Websites und Mobile Games sein. Sobald ein Mensch auf eine bestimmte Stelle auf einer Website klickt oder Knöpfe im Spiel drückt, interagiert er mit der darunterliegenden Software. Der überwiegende Teil der digitalen Welt ist heute mehr oder weniger interaktiv gestaltet und es kommen ständig neue Möglichkeiten dazu, etwa im Bereich der Virtual Reality und Augmented Reality.

Personal Fit

Passt der Studiengang Interaktive Medien zu dir?

Du...
  • ... befasst dich gerne mit logischen Rätseln
  • ... hast keine Angst vor Programmcode
  • ... hast einen Sinn für Ästhetik

Du musst nicht schon vor Beginn deines Studiums programmieren oder perfekt zeichnen können. Das Handwerk lernst du ja im Studium selbst. Wichtig ist aber, dass du dich gerne mit Mathematik und logischen Rätseln auseinandersetzt und dir vorstellen kannst, viel mit Programmcode zu arbeiten. Du solltest ein gutes ästhetisches Empfinden besitzen und dir gerne Gedanken darüber machen, wie interaktive Mediensysteme (besser) funktionieren können.

Perspektiven

Was macht man dann mit Interaktive Medien?

Je nachdem, worauf du dich im Studium spezialisiert hast, gibt es ein breites Feld an Möglichkeiten, dein Wissen einzusetzen: Du kannst Web- und Softwareprojekte entwickeln, in der Produktion von Games und VR-Inhalten tätig werden oder an neuartigen digitalen Bildungs- und Kulturprojekten mitarbeiten. Auch die Industrie verändert sich mit der zunehmenden Digitalisierung und sucht Spezialist:innen für Interaktion.

In einem anschließenden Master-Studiengang kannst du dein Wissen vertiefen und dich auf eine mögliche Führungsposition vorbereiten.

Arbeitsplatz finden

Wo kannst du einen Arbeitsplatz in Bayern finden?

Auf der XPLR: Media Map findest du einen Überblick über Medienunternehmen in Bayern.

Details

Wie sieht der Studiengang Interaktive Medien aus?

Du bewegst dich bei diesem Studium im Grenzgebiet zwischen Gestaltung und digitaler Technik. Folglich lernst du Grundlagen aus verschiedenen Gebieten des Designs und der Informatik. Du lernst also Prinzipien und Technologien der (Web-)Programmierung, der grafischen Gestaltung in 2D und 3D und übst dich im audiovisuellen Gestalten. Später wählst du Schwerpunkte aus den jeweiligen Gebieten und schulst deine Fähigkeiten mit Praxisprojekten.

Ablauf

Studium im Überblick

Was ist der richtige Look?

Hier lernst du nicht nur, wie Farben und Formen wirken und miteinander harmonieren. Du lernst, mit 2D- und 3D-Grafiksoftware zu arbeiten und Video, Animation und Ton so einzusetzen, dass ansprechende professionelle Produkte dabei herauskommen. Du analysierst verschiedene Medien und überlegst, wie ihre einzelnen Teile zusammenarbeiten und welche Effekte sie so erzielen.

print (“Hello, world!”)

Um digitale interaktive Medien herstellen zu können, lernst du natürlich, Code in verschiedenen Programmiersprachen zu schreiben. Du lernst aber auch die technologischen Grundlagen, etwa von Websites und interaktiver Software kennen. Und dir werden grundlegende Prinzipien der Informatik vermittelt, also Anleitungen, wie Computerprogramme effektiv gestaltet werden können, die du unabhängig von einer bestimmten Programmiersprache einsetzen kannst.

Was liegt dir besser?

Im dritten und vierten Semester musst du dich entscheiden: Bist du eher Programmierer:in oder eher Designer:in? Je nach Schwerpunkt wählst du unterschiedliche Module, zum Beispiel Interfacedesign oder Datenmanagement. Du wirst dabei nicht komplett auf ein Gleis wechseln und den jeweils anderen Bereich danach ignorieren. Aber je nachdem, wie du deinen Fokus wählst, schließt du dein Studium mit einem Bachelor of Arts (B.A.) oder mit dem Bachelor of Science (B.Sc.) ab.

Learning by Doing

Die Theorie hast du nach ein paar Semestern drauf. Jetzt heißt es: Anpacken. Du arbeitest im Team mit deinen Kommiliton:innen an praktischen Projekten. Du kannst zum Beispiel ein Spiel oder eine Website erstellen, du kannst aber auch eine künstlerische Installation erstellen oder neue Wege der Interaktion erproben. Im Praxissemester wirst du dir ein Unternehmen suchen, bei dem du mehrere Monate im Praktikum arbeitest und so erste Berufserfahrung sammelst. Ein Vorteil: Wenn du mit dem Studium fertig bist, hast du bereits Projekte zum Vorzeigen.

Same But Different

Was ist der Unterschied zu anderen Studiengängen?

Die Studiengänge ähneln sich, da sie beide medienspezifisches Wissen aus den Bereichen Design und Informatik vermitteln. Deshalb gibt es sicher auch viele Überschneidungen. So wirst du in beiden Studiengängen Grundlagen des Programmierens und der Mediengestaltung lernen.

Das Studium Interaktive Medien fokussiert sich aber stärker auf die Schnittstellen zwischen Mensch und Computer und die Mechanismen dieser Interaktion. Die inhaltliche Nähe macht es dennoch möglich, an einen Bachelor in Medieninformatik den Master Interaktive Medien anzuschließen oder umgekehrt.

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