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Round Table „Future Skills in Audio & Radio“

 

Die Zukunft der Ausbildung in Audio & Radio

Diese und viele weitere Fragen stellten sich die Teilnehmer:innen des Round Tables Future Skills in Audio & Radio:

  • Wie begeistern wir den Nachwuchs und gestalten das Recruiting für Nachwuchs-Talente interessant?
  • Wie passen wir aktuelle und relevante Ausbildungsinhalte für Volontariate an?
  • Wie integrieren wir Persönlichkeitsbildung in die Grundausbildung in der Branche?
  • Auf welchen Wegen vermitteln wir interdisziplinäre Skills, die dringend notwendig sind?

Am 01. April lud Start into Media die Ausbilder:innen der Audio & Radio-Branche ein, um Ideen zu sammeln, wie die Ausbildung zukünftig aussehen müsste.

Das sind die Ergebnisse:

 

Aktuelle Herausforderungen der Ausbildung in Audio & Radio: Ausbildungsinhalte

  • Volontariate und Ausbildung müssen attraktiver gestaltet werden (Bezahlung, mehr Raum zum Ausprobieren und der Entwicklung der Persönlichkeit und einer Haltung geben, mehr Wertschätzung für die Auszubildenden)
  • Diversität in der Ausbildung (Geschlechterverteilung, Themen)
  • Interdisziplinäre Skills müssen besser in Ausbildung integriert werden
  • lineares Formatradio vs. persönlicher Touch der Moderator:innen
  • Audio ist ein großes Feld mit vielen Teilbereichen. Auch wenn die Ausbildung Mediengestalter:in in Bild und Ton heißt, so liegt der Schwerpunkt dennoch auf Film
  • wenige Audiobetriebe stehen für Mediengestalter:innen zur Verfügung.

Chancen: Raum für Persönlichkeitsentwicklung und Öffnung der Medienhäuser

Allgemein: Den Studierenden mehr Zeit und Raum geben, sich während des Studiums und des Volontariats  zu engagieren, sowie selbstverantwortlich zu organisieren und Dinge zu tun, die einen interessieren (sich finden und eine Haltung entwickeln!). D.h. die nicht zu sehr zu verschulen und auf gar keinen Fall kürzen! Das zahlt auf das Ausbildungsziel Persönlichkeitsentwicklung ein. Eine starke Persönlichkeit bringt ggf. mehr Ideen für Inhalte mit und  kann z.B. in Konkurrenz zu Influencer:innen treten. Influencer:innen werden heutzutage aufgrund von höherer Followerschaft von der jüngeren Generation glaubwürdiger als Journalist:inneneingestuft. Wenn Mitarbeiter:innen selber über eine hohe Followerschaft in den sozialen Netzwerken verfügen, können Medienhäuser davon profitieren und man holt die jungen Menschen dort ab, wo sie sich selber bewegen: auf den Social Media Plattformen. Dort bietet sich zusätzlich die Möglichkeit auf die Berufe in der Audiobranche aufmerksam zu machen.

  • Das Studium nicht als einzige Voraussetzung für ein Volontariat zulassen.

Auch Menschen aus anderen Ausbildungskontexten den Zugang ermöglichen (Quereinstieg), da diese aufgrund von Lebenserfahrungen bereits eine Persönlichkeit bzw. eine Haltung mitbringen. Dies sorgt zugleich für Diversität in den Sendern. Ein Volontariat zu absolvieren wird auch als Quereinsteiger empfohlen, weil dann die Aufstiegschancen deutlich besser sind. Generell die Perspektiven in der Audio-Branche kommunizieren: Welche Positionen gibt es? Was sind die Gehaltsaussichten?

  • Es müssen mehr Skills vermittelt werden, die in überschneidenden Teilbereichen gebraucht werden (Film, Games).

Dadurch bekommen Auszubildende neue Perspektiven in der Medienbranche. Medienhäuser selbst sollten insgesamt weniger Gatekeeper sein, "Leute reinlassen" und offen sein,  v. a. Schüler:innen in Form von Schulausflügen, um Berufe zu präsentieren.

Für mehr Diversität muss sich das Mindset in den meisten Chef-Etagen hin zu mehr Öffnung ändern, z.B. vermehrt Quereinsteiger:innen und Nicht-Akademiker:innen zulassen, neue Formate gemeinsam im Team entwickeln, Volontär:innen mehr wertschätzen und sie mehr ausprobieren lassen. Aber auch die Ausbildung und den Beruf attraktiver für Frauen gestalten. Moderation ist immer noch männlich dominiert und Frauen fungieren häufig nur als Side-Kick, die keine eigene Meinung haben dürfen. Frauen sehen sich eher im redaktionellen Bereich. Dennoch zeigen gerade Technik und Programmierung eine gute Quoten-Entwicklung.

Abschließende Fragen: Was können die Ausbilder:innen dazu beitragen, dass sich die Situation in den Medienhäusern ändert und inwiefern kann Start Into Media dabei unterstützen?

Vielen Dank auch unseren Expert:innen für ihre großartigen Insights!

Insight

Zwischen Hype und Hysterie – wenn Radio auf Talentsuche ist

Speaker

Andreas Fauth 

Chefredakteur Multimediaredaktion im evangelischen MEDIENHAUS in Frankfurt/Main | Leiter der evangelischen Hörfunkschule Frankfurt

Wie geht es weiter

 

Start into Media wird

sich der Chancen annehmen und jeder, der Lust hat, kann sich bei Insa (insa.wiese@startintomedia.de) melden, um mit uns gemeinsam das Thema anzugehen.

 

START INTO MEDIA INITIATIVE

2022 wird das Jahr der Round Tables. Das Feedback ist eindeutig: wir brauchen mehr! Und es wird mehr geben, versprochen.

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