Round Table

Future Skills in Audio & Radio

Unsere Learnings aus dem Future Skills Round Table am 01. April 2022.

Nachwuchs

Wie begeistern wir den Nachwuchs und gestalten das Recruiting für Nachwuchs-Talente interessant? Wie passen wir aktuelle und relevante Ausbildungsinhalte für Volontariate an? Wie integrieren wir Persönlichkeitsbildung in die Grundausbildung in der Branche? Auf welchen Wegen vermitteln wir interdisziplinäre Skills, die dringend notwendig sind?

Diese und viele weitere Fragen stellten sich die Teilnehmer:innen des Round Tables Future Skills in Audio & Radio am 01. April 2022

Round Table Review

Am 01. April lud Start Into Media die Ausbilder:innen in der Audiobranche an den runden Tisch, um Ideen zu sammeln, wie die Ausbildung zukünftig aussehen müsste.

Review

Ergebnisse & Learnings

Aktuelle Herausforderungen der Ausbildung in Audio & Radio
  • Volontariate und Ausbildung müssen attraktiver gestaltet werden (Bezahlung, mehr Raum zum Ausprobieren und der Entwicklung der Persönlichkeit und einer Haltung geben, mehr Wertschätzung für die Auszubildenden)
  • Diversität in der Ausbildung (Geschlechterverteilung, Themen)
  • Interdisziplinäre Skills müssen besser in Ausbildung integriert werden
  • lineares Formatradio vs. persönlicher Touch der Moderator:innen
  • Audio ist ein großes Feld mit vielen Teilbereichen. Auch wenn die Ausbildung Mediengestalter:in in Bild und Ton heißt, so liegt der Schwerpunkt dennoch auf Film
  • wenige Audiobetriebe stehen für Mediengestalter:innen zur Verfügung.

Chancen: Raum für Persönlichkeitsentwicklung und Öffnung der Medienhäuser

Allgemein: Den Studierenden mehr Zeit und Raum geben, sich während des Studiums und des Volontariats  zu engagieren, sowie selbstverantwortlich zu organisieren und Dinge zu tun, die einen interessieren (sich finden und eine Haltung entwickeln!). D.h. die nicht zu sehr zu verschulen und auf gar keinen Fall kürzen! Das zahlt auf das Ausbildungsziel Persönlichkeitsentwicklung ein. Eine starke Persönlichkeit bringt ggf. mehr Ideen für Inhalte mit und  kann z.B. in Konkurrenz zu Influencer:innen treten. Influencer:innen werden heutzutage aufgrund von höherer Followerschaft von der jüngeren Generation glaubwürdiger als Journalist:inneneingestuft. Wenn Mitarbeiter:innen selber über eine hohe Followerschaft in den sozialen Netzwerken verfügen, können Medienhäuser davon profitieren und man holt die jungen Menschen dort ab, wo sie sich selber bewegen: auf den Social Media Plattformen. Dort bietet sich zusätzlich die Möglichkeit auf die Berufe in der Audiobranche aufmerksam zu machen.

Das Studium nicht als einzige Voraussetzung für ein Volontariat zulassen

Auch Menschen aus anderen Ausbildungskontexten den Zugang ermöglichen (Quereinstieg), da diese aufgrund von Lebenserfahrungen bereits eine Persönlichkeit bzw. eine Haltung mitbringen. Dies sorgt zugleich für Diversität in den Sendern. Ein Volontariat zu absolvieren wird auch als Quereinsteiger empfohlen, weil dann die Aufstiegschancen deutlich besser sind. Generell die Perspektiven in der Audio-Branche kommunizieren: Welche Positionen gibt es? Was sind die Gehaltsaussichten?

Es müssen mehr Skills vermittelt werden, die in überschneidenden Teilbereichen gebraucht werden

Dadurch bekommen Auszubildende neue Perspektiven in der Medienbranche. Medienhäuser selbst sollten insgesamt weniger Gatekeeper sein, "Leute reinlassen" und offen sein,  v. a. Schüler:innen in Form von Schulausflügen, um Berufe zu präsentieren.

Für mehr Diversität muss sich das Mindset in den meisten Chef-Etagen hin zu mehr Öffnung ändern, z.B. vermehrt Quereinsteiger:innen und Nicht-Akademiker:innen zulassen, neue Formate gemeinsam im Team entwickeln, Volontär:innen mehr wertschätzen und sie mehr ausprobieren lassen. Aber auch die Ausbildung und den Beruf attraktiver für Frauen gestalten. Moderation ist immer noch männlich dominiert und Frauen fungieren häufig nur als Side-Kick, die keine eigene Meinung haben dürfen. Frauen sehen sich eher im redaktionellen Bereich. Dennoch zeigen gerade Technik und Programmierung eine gute Quoten-Entwicklung.

Abschließende Fragen: Was können die Ausbilder:innen dazu beitragen, dass sich die Situation in den Medienhäusern ändert und inwiefern kann Start Into Media dabei unterstützen?

Vielen Dank auch unserem Experten für seine großartigen Insights!

Insight

Zwischen Hype und Hysterie – wenn Radio auf Talentsuche ist

Speaker

Andreas Fauth
Chefredakteur Multimediaredaktion | Evangelisches MEDIENHAUS Frankfurt/Main | Leiter der evangelischen Hörfunkschule Frankfurt

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