Moderator:in

Moderatorin
Kurzgesagt

Moderator:innen sind Personen, die vors Mikro oder die Kamera treten und durch das Programm führen. Zur Arbeit von Moderator:innen gehört aber mehr, als sich vor ein Publikum zu stellen und durch eine Sendung oder Veranstaltung zu führen.

Übersicht
Steckbrief

Verwandt: Journalist:in Fernsehjournalismus Journalistik

Ausbildungstyp: Ausbildung, Studium, oft zusätzliche Kamera- oder Stimmausbildung

Mögliche Arbeitgeber: TV- und Radiosender, Event-Agenturen

Geforderte Skills:

Belastbarkeit
Kommunikationsstärke
Kreativität
Organisation
Teamwork
Technisches Verständnis
Überblick

Was ist ein:e Moderator:in?

Deine Aufgabe als Moderator:in beginnt schon, bevor Kamera und Mikro eingeschaltet werden. Wenn du für eine Sendung verantwortlich bist, suchst du zusammen mit den Redakteur:innen die Themen aus. Dann wird gewichtet - so baust du die Sendung auf.

Für jedes Thema schreibst du eine Anmoderation, in der du erklärst, worum es im folgenden Beitrag geht, ohne Details vorwegzunehmen. Das Gegenstück zur Anmoderation ist die Abmoderation. Damit wird ein Thema abgeschlossen. Manche Radiomoderator:innen bedienen zudem während der Moderation auch das Mischpult.

Personal Fit

Passt der Beruf Moderator:in zu dir?

Selbstbewusstsein

Als Moderator:in stehst du im Mittelpunkt, denn immerhin hören oder sehen dir eine Menge Leute zu. Es gibt wohl kaum eine:n junge:n Moderator:in ohne Lampenfieber, aber wer damit gar nicht zurechtkommt, sollte lieber die Finger von diesem Beruf lassen. Man braucht also eine gehörige Portion Selbstbewusstsein, um den Job als Moderator:in machen zu können.

Einfühlungsvermögen

Da du es als Moderator:in mit vielen unterschiedlichen Menschen zu hast, ist es wichtig, dass du dich auf diese Menschen gut einstellen kannst. Dafür brauchst du Einfühlungsvermögen, ein Gespür dafür, was dir dein Gegenüber erzählen und was er vielleicht lieber verschweigen möchte. Wenn du dann auch noch schlagfertig bist, wirft dich eine freche, aggressive oder provokante Antwort nicht aus der Bahn. Die/der Moderator:in ist immer Herr:in der Lage.

Kritikfähigkeit

Moderator:in ist für viele ein Traumjob. Deshalb gibt es weit mehr Bewerber:innen als offene Stellen. Rückschläge gehören also zum Tagesgeschäft. Davon darfst du dich nicht sofort unterkriegen lassen.  Als Moderator:in musst du Kritik besonders gut annehmen und umsetzen können - selbst dann, wenn sie deine Art oder dein Äußeres betrifft und persönlich formuliert ist. Das Rampenlicht macht Spaß - aber hat einen Preis.

Details

Wie sieht der Beruf Moderator:in aus?

Als Moderator:in einer Sendung ist es deine Aufgabe, Interviews zu führen. Dafür bereitest du dich auf Interviewpartner:innen vor: Um welches Thema geht es, was sind seine oder ihre Argumente, welche Einwände sprechen gegen seine Meinung. Hierfür nutzt du verschiedene Interviewtechniken, um auch an Informationen zu kommen, die Interviewte zurückhalten wollen, die aber für Zuschauer:innen oder Zuhörer:innen interessant sind.

Die Vorbereitung ist natürlich auch dann wichtig, wenn du eine Veranstaltung wie zum Beispiel ein Stadtfest moderierst. Du machst dich mit dem Ablauf vertraut, gibst dem Publikum Informationen über auftretende Künstler:innen oder führst auch hier Interviews, wenn du zum Beispiel eine Podiumsdiskussion oder eine Talkshow mit mehreren Teilnehmer:innen moderierst. Dann ist es wichtig, im Vorfeld die einzelnen Positionen der Teilnehmer:innen zu einem Thema zu kennen, um die richtigen Fragen zu stellen und um eine Diskussion in Gang zu bekommen.

Jobs

Welche Jobs gibt es für Moderator:innen?

Arbeitsfelder
  • Rundfunk(Fernsehen, Radio)
  • Podcasts, Youtube-Channels
  • Konferenzen

Moderator:innen begegnen uns tagtäglich: im Fernsehen, im Radio und auch im Internet. Schließlich will auch der YouTube-Channel oder Podcast moderiert werden. Wenn du mit diesem Job nun aber Prominenz verbindest, liegst du falsch. Denn auch das Schützenfest nebenan braucht eine:n Moderator:in.

Du stehst also nicht immer vor einem Millionenpublikum (das ist vielleicht auch nicht unbedingt dein Ding). Stattdessen werden Moderator:innen genauso für Konferenzen gebucht, um Podiumsdiskussionen zu leiten oder Interviews zu führen. Unternehmen engagieren Moderator:innen, wenn sie zum Beispiel auf Messen neue Produkte vorstellen. Darüber hinaus werden Moderator:innen von Agenturen nachgefragt, die Veranstaltungen wie Stadtfeste oder Jubiläumsfeiern organisieren.

Als Moderator:in fängst du in der Regel als Mitarbeiter:in in einer Redaktion an. Du bist entweder fest angestellt oder als sogenannter freier Mitarbeiter tätig, d. h., du kannst auch für andere Redaktionen arbeiten. Dein erster Schritt in Richtung Traumjob kann dann sein, beim Radio Beiträge einzusprechen oder für die Nachrichten das Wetter vorzulesen.

Machst du diese Aufgaben gut, wird in deinem Job der Anteil an Moderationen zunehmen. Du könntest z. B. als Außenreporter:in für einen lokalen Radio- oder TV-Sender arbeiten. Wenn du freie:r Mitarbeiter:in bist, kannst du dich über die Teilnahme an Castings für weiteren Moderationsjobs bewerben. Auf diese Weise kann es sogar sein, dass du irgendwann deine eigene Sendung bekommst.

Stell dir das aber nicht zu einfach vor. Die Konkurrenz ist groß, ständige Weiterbildung ist notwendig, um in dem Job fit zu bleiben. Mit Talent, Ehrgeiz und Beharrlichkeit kannst du dein Ziel aber erreichen.

Arbeitsplatz finden

Wo kannst du einen Arbeitsplatz in Bayern finden?

Auf der XPLR: Media Map findest du einen Überblick über Arbeitgeber für Medienberufe in Bayern.

Ausbildungsmöglichkeiten

Wie wird man Moderator:in?

Die Berufsausbildung Moderator:in gibt es nicht in Reinform wie etwa die Ausbildung zum/zur Tischler:in oder Elektriker:in. Für diesen Job brauchst du ein fundiertes Wissen über die Medienlandschaft und die unterschiedlichen Sendeformate. Hinzu kommt journalistisches Fachwissen. Das Wichtigste aber deine Stimme, dein Auftreten und dein Aussehen.

Wegen dieser Voraussetzungen sind die meisten Moderator:innen gelernte Journalist:innen oder Redakteur:innen. Sie haben ein sogenanntes Volontariat absolviert. In diesen Berufen kannst du dich auf die Moderation spezialisieren, indem du zum Beispiel Stimmunterricht nimmst. Wenn dein Unternehmen keinen anbietet, kannst du dich privat von einem Vocal Coach fortbilden lassen. Achtung: Der Begriff des “Stimmtrainers” ist nicht geschützt - am besten lässt du dir von Kolleg:innen einen empfehlen. Manchmal haben Moderator:innen auch eine Schauspielausbildung und wissen daher, wie man sich auf einer Bühne verhält und die Stimme einsetzt.

Das A und O, um es als Moderator:in zu schaffen, ist praktische Erfahrung . Den Einstieg meisterst du am besten über ein Praktikum. Regelmäßiges Training der Stimme und der Körpersprache bereiten dich auf die Tätigkeiten als Moderator:in vor.

Weitere Möglichkeiten für die Ausbildung findest du beim Berufsprofil Journalist:in.

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