Mediengestalter:in Digital und Print

Mediengestalter:innen kümmern sich zum Beispiel um das Layout von Zeitungen, Zeitschriften, Internetseiten oder Broschüren. Je nach gewählter Fachrichtung geht es mehr um kaufmännische Kundenberatung, um die gestalterische Konzeption oder die technische Umsetzung. Der Beruf ist also echt vielfältig und interessant für technisch- und auch für künstlerisch Begabte und die, die beides miteinander kombinieren wollen.

Steckbrief

Einstiegsgehalt:

1650 bis 1800 €

Mögliche Arbeitgeber:

Werbeagenturen, Werbeabteilungen von Unternehmen, Verlage, Print­ oder Onlinemedien, Fotolabors, Druckereien, Medienagenturen, Hersteller von Stempeln, Gravuren, Folien oder Schildern.

Ausbildungstyp:

Ausbildung

Geforderte Skills:

Kommunikationsfähigkeit
Kreativität
Technikaffinität
Sinn für Ästhetik

Konkrete Informationen zum Lehrplan der Ausbildung

Gestaltung aka „Wie wird es schick?“

Wie setzt du Schriftarten, Farben, Formen und Proportion ein, um Medienprodukte zu gestalten? Was sind die Regeln der Typografie (also der verschiedenen Schriftarten) und wie wird ein Werbeprodukt ansprechend und sinnvoll? Was macht ein gutes Logo aus und wie funktioniert Corporate Design? All das lernst du im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, wenn es um Gestaltung geht, also um den richtigen Style. Im Bereich Gestaltung, aber auch in Wahlfächern aus dem Fachbereich „Konzept und Visualiserung“ geht es darum, wie ein Layout oder Produkt am Ende richtig gut aussieht.

2. Einige (private) Medienakademien bieten sogenannte Kompakt-Studiengänge an, die in ihren Inhalten eher einem Volo als einem Studium ähneln und sehr praxisorientiert ausgelegt sind. Hier lernst du in relativ kurzer Zeit journalistische Skills und kannst diese auch praktisch erproben.

Hier findest du Kompakt-Studiengänge für journalistische Skills am Medienstandort Bayern.

Technik aka „Wie wird es gemacht?“

Je nach gewählter Fachrichtung lernst du, kreative Ideen technisch umzusetzen, zum Beispiel Websites zu programmieren oder verschiedene Software zu nutzen, um Logos und Grafiken herzustellen. Du beschäftigst dich am Computer mit Programmiersprache, Webdesign, Dateiformaten und Digitalisierung. Tatsächlich liegt der Fokus heute oft auf digitalen Produkten, also der Arbeit am PC, der Gestaltung von Websites oder Inhalten auf Social Media.

Es muss aber nicht alles am Computer stattfinden, sondern, wenn du dir einen jeweiligen Betrieb ausgesucht hast, auch in einer Werkstatt. So kannst du lernen, wie du unterschiedliche Stempelformen, Druckplatten und Maschinen richtig nutzt, oder welche Farben auf welches Material gedruckt werden können, zum Beispiel auf Folien, Plastik oder Porzellan. Für den Fachbereich Gestaltung und Technik gibt es hier viele Wahlfächer, aus denen du entsprechend auswählst. Hier geht’s darum, dass aus kreativen Ideen echt gute Produkte werden.

Projektplanung oder: „Wie wird es gemanaged?“

Ein Auftragsziel definieren, Arbeitsabläufe planen und Aufgaben verteilen und Termine überwachen gehört zur Planung und Organisation von Projekten und zur Arbeitsorganisation dazu. Arbeitsorganisation gehört zu den gemeinsamen Ausbildungsinhalten, die alle Azubis lernen. Wenn du dich auf den Fachbereich Beratung und Planung spezialisierst, lernst du zusätzlich, mit Budget zu kalkulieren und besonders, wie man richtig mit Kunden umgeht, also wie  man mit ihnen kommuniziert, kooperiert und Ideen präsentiert.

Fachbereiche aka Drei Berufe in einem

Du kannst dich entscheiden, ob du eher kaufmännisch, konzeptionell oder technisch arbeiten möchtest und spezialisierst dich auf einen von drei Fachbereichen. Demzufolge belegst du unterschiedliche Kurse. Die Ausbildung besteht aus Grundlagen, die alle gemeinsam lernen, Fächern je nach Fachbereich und Wahlfächern, die sich nach der Arbeit im Ausbildungsbetrieb richten.

Beratung und Planung

Mediengestalter:innen Digital und Print, die sich auf diesen Fachbereich spezialisieren, arbeiten später eher kaufmännisch und haben Kundenkontakt. Sie beraten Kunden, kalkulieren Kosten und schreiben Verträge. Wer sich für diesen Fachbereich entscheidet, belegt zum Beispiel Kaufmännische Auftragsbearbeitung oder Kosten-und-Leistungs-Rechnung.

Konzept und Visualisierung

Mediengestalter:innen Digital und Print, die sich auf diesen Fachbereich spezialisieren, erarbeiten später Konzepte für Medienprodukte. Sie analysieren Kundendaten und überlegen, wie Inhalte aufgearbeitet und produziert werden können, machen Skizzen und Designvorschläge. Wer sich für diesen Fachbereich entscheidet, lernt zum Beispiel Designkonzeption und Kreativitätstechniken.

Gestaltung und Technik

Dieser Fachbereich vom Beruf der Mediengestalter:innen Digital und Print ist praktisch ausgelegt. Wer sich für diesen Fachbereich entscheidet, belegt je nach Ausbildungsbetrieb Fächer zur Herstellung von spezifischen Medienprodukten, zum Beispiel Typografische Gestaltung, Fotogravurzeichnung oder 3D-Objekterzeugung.